Greifswalder Gedanken – 1 Woche


Seit Sonntag bin ich nun in Greifswald und darf dort 4 Wochen einen Weiterbildungsurlaub geniessen. Ich bin gut angekommen und habe mich als Gasthörer an der Uni eingelebt.

Ich besuche ganz unterschiedliche Lernveranstalltungen und habe mir schon viel notiert, das ich weiter bedenken möchte. Einge Gedanken teile ich gerne mit euch:

Lebenslaufpraxis der Herrnhuter Brüdergemeine
Eine Besonderheit der Herrnhuter ist, dass schon bald nach der Gründungszeit sehr viele Frauen und Männer ihre Lebensläufe aufschrieben. Sie taten das mit einer pädagogischen Absicht – andere sollen von ihrem „Gang durch die Zeit“ lernen können. So wie die Herrnhuter zu den Losungen Lehrtexte auswählten, die den Losungstext erläutern, so sollen auch Leben zu „Lehrtexten“ werden.
Ich wünsche mir, dass unsere Leben zu „Lehrtexten“ werden. Nicht weil wir so vorbildlich leben, sondern weil unser Leben zeigt, wie gross Gottes Gnade ist, und dass er gerade in unserer Schwachheit Grosses tut.

Eudaimonistische Ethik
Der Titel des Kurses tönt recht abschreckend. Aber ist es nicht. Die eudaimonistische Ethik fragt danach, was gutes Leben ist und wie Leben gelingen kann. Im Kurs ging es um einen Text des Philosophen Wilhelm Kamlah. Neben anderem ging es auch um die Frage, was Glück ist.
Nach Kamlah ist Glück nicht in einem möglichst intensiven Leben zu finden. Das Glück von Genuss und Besitz leidet unter einer komischen Abnützung. Es braucht immer mehr und führt in Abhängigkeit. Glück ist vielmehr, ein Loskommen vom Streben nach Glück. Ein Moment, in dem wir zufrieden sind, mit dem was wir haben und nicht immer nach mehr streben. Mich beschäftigt die Frage, wie ich für mich Glück definiere.

FreshX Grundlagentraining
Dabei ging es um die Frage der Jüngerschaft. Was ist Jüngerschaft und wie leben wir Jüngerschaft?
– Erstens konzentriert sich Jüngerschaft auf Jesus den Meister (Mt 10,25).
– Zweitens geht es darum, Jesus zu gehorchen und nachzufolgen.
– Drittens kommt die Motivation zur Jüngerschaft aus der Vison Jesu und dem Reich Gottes.
– Viertens wir Jüngerschaft im der Gemeinschaft zum Wohl der Welt realisiert.
Ein Satz habe ich mir unterschrichen: „Es gibt keine Jüngerschaft, die losgelöst ist von Mission.“ Ich glaube, da ist der Knackpunkt der Jüngerschaft wie, wir ihn in christlichen Gemeinden leben. Der Fokus liegt auf dem persönlichen Wachstum und nicht auf der Sendung und dem Weitergeben des gelernten.

Daneben ging es noch viel um Milieustudien. Dazu nur ein frei wiedergegebenes Zitat:

Wir machen an allen Orten, zu der gleichen Zeit, das Gleiche für die gleichen Leute. Ist das nicht Irrsinn?!

Vielleicht schreibe ich nächste Woche weiter …

 

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Ein Gedanke zu “Greifswalder Gedanken – 1 Woche

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