„Man nehme …“ oder die Versuchung der Kochbuchtheologie


Bei Larry Crabb (Das Schweigen der Männer) bin ich auf den Begriff „Kochbuchtheologie“ gestossen. Diese beschreibt eine Theologie, die in jeder Sitaution sagt, was gemäss der Bibel zu tun ist. Mir begegnet immer wieder solche „Kochbuchtheologie“. Für fast jede Frage des Lebens gibt es ein Buch, dass vorgibt, die biblische Antwort darauf zu haben.

So gibt es biblische Erziehungsratgeber, die vorgeben, die echte biblische Erziehung zu beschreiben. Wer seine Kinder so erzieht, dann geraten sie wohl. Es gibt Unmengen an Gemeindebauliteratur, die die Rezepte zu einer gelingenden, wachsenden und biblischen Gemeinde geben. Oder Bücher zum Thema Gebet, die sagen, wenn du richtig betest, dann werden all deine Gebete erhört.

Schwierig wird es dann, wenn man die Rezepte genau befolgt, aber die Resultate dennoch nicht stimmen. Entweder verwirft man in dieser Situation das Rezept und sucht nach einem neuen „Kochbuch“ oder man beginnt an sich selbst zu zweifeln: „Was mache ich wohl falsch, dass es nicht gelingt?“

Was ist die Lösung aus diesem Dillema? Ich glaube nicht, dass man alle Rezepte verwerfen muss. Aber wir müssen uns eingestehen, dass es keine Rezepte mit „Geling-Garantie“ gibt. Immer wieder werden wir in unserem Leben, in der Erziehung unserer Kinder und im Bau der Gemeinde in Situationen kommen, in denen wir nicht wissen, was zu tun ist. Manchmal müssen wir wohl oder übel diese Dunkelheit aushalten und darin Jesus suchen. Er wird uns zeigen wie es weitergehen kann.

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