Geist Gottes. Kapitel 4. Der Geist der Freiheit.


Im 4. Kapitel beschreibt Rust die Funktion des Geist Gottes im Prozess der Busse, der Erfahrung der Rechtfertigung aus Glauben und bei der Taufe. Busse, Glaube, Taufe und Geistempfang sind 4 Elemente die zum Start eines Lebens mit Gott dazu gehören. Für Heinirich Christian Rust ist nicht vor allem die rechte Reihenfolge das Wichtigste, sondern dass in allen der Geist Gottes wirkt.

Dabei kommt Rust auch auf das Thema: Heilsgewissheit zu sprechen:

Schliesslich ist da diese innere Gewissheit, die wir auch „Heilsgewissheit“ nennen, welche durch Perseveranz, die Beharrlichkeit, des inneren Zeugnisses des Geistes entsteht. […] J. Moltmann konstatiert: „Auch wenn man sich selbst verloren geht, geht man dem treuen Gott doch nicht verloren. Auch wenn man sich selbst aufgibt, gibt Gott einen nicht auf.“ Eine Heilsgewissheit, die sich eher als innerer Seelenfrieden, eine unbewegliche Sicherheit oder als ein zweifelsfreier Raum versteht ist nicht gemeint. Es ist eine innere Gewissheit, die als Geschenk Gottes an den menschlichen Geist zu deuten ist. „Gottes Geist selbst gibt uns die innere Gewissheit, dass wir Gottes Kinder sind“ (Röm 8,16). Ein Gotteskind kennt auch Zweifel, Ängste und Anfechtungen (vgl 2Kor 4,7f; 6,4f). Es wird immer wieder neu zur Begegnung mit dem lebendigen Gott aufgefordert, um das Ziel der Vollendung zu erlangen. (Rust 2013:158f)

Hast du Heilsgewissheit? Diese Frage kann gewaltig herausfordern und unter Druck setzen. Weil wir oft doch eben Zweifel, Ängst und Anfechtungen erleben. Mir tat es gut, zu lesen, das Heilsgewissheit nicht eine unbewegliche Sicherheit oder ein zweifelsfreier Raum ist. Es geht um die Gewissheit, dass Gott als mein Vater in jeder Situation zu mir hält. Ich darf Kind sein und mich auch wie ein Kind benehmen. Auch wenn ich mich aufgebe und das Gefühl habe ich krieg es nicht auf die Reihe, gibt Gott mich nicht auf. Diese Gewissheit will der Geist Gottes uns geben. Auch in meinen Zweifeln, Ängsten, Anfechtungen und Unzulänglichkeiten ist Gott für mich als ein liebender Vater. Was auch immer passiert, ich bin ein Kind Gottes.

Die anderen Gedanken zum sehr lesenswerten Buch von Heinrich Christian Rust sind hier zu finden:

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