Geist Gottes -Quelle des Lebens: Kapitel 1: Der trinitarische Geist Gottes – sein Wesen und seine Personalität


Im 1. Kapitel beschreibt Heinrich Christian Rust das Wesen und die Personalität des Geistes Gottes. Zuerst macht er klar, dass der Heilige Geist nicht nur im Leben der Gläubigen wirkt . Tiefe Geisteserfahrungen kann man: „mitten im Alltag des natürlichen Lebens“, machen Rust (:37). So geht eine missionale Pneumatologie davon aus, dass Gottes Geist auch in anderen Kulturen und Religionen wirkt und Menschen auf Jesus hinweist (:38). Rust fasst diesen ersten Teil so zusammen (:60): „Der Geist Gottes wirkt nicht nur in der Schöpfung, in der Zeit des Alten Bundes, in dem Messias, Geistträger und Geisttäufer Jesus oder in seiner Gemeinde der Gläubigen, sondern er wirkt durch alle Zeiten hindurch in unterschiedlicher Dichte und Intensität im Kosmos.“

Im zweiten Teil des Kapitels zeigt Rust auf, dass der Heilige Geist untrennbar in die trinitarische Einheit gehört. Vater, Sohn und Heiliger Geist stehen nicht in einem Konkurrenzkampf.

Je mehr ein Mensch vom Heiligen Geist erfüllt ist, umso mehr ist er auch mit dem Sohn Gottes und mit dem Vater im Himmel verbunden. Der Geist stellt das Kreuz nicht in die Ecke, sondern lässt es als einen zentralen Ort der Gottesoffenbarung aufleuchten. (:61)

Rust zeigt auf, dass es in der Trinität nicht eine Rangfolge gibt, in der dann der Geist einfach der Dritte ist. „Unterordnung wird als ein Einheitsbegriff verstanden und nicht als ein hierarchischer Terminus.“ (: 63) Jede Person darf nicht isoliert, sondern immer in der Beziehung zu den anderen verstanden werden.

Der dritte Teil zeigt das Wesen des Heiligen Geistes an drei Begriffspaaren auf die in einer Spannung zueinander stehen. Mit einzelnen Erfahrungen verdeutlicht Rust was dies mit unserem praktischen Leben zu tun hat. Der Geist ist erstens der Beweger und Bewahrer. Er „kann“ nicht nur Orgel, sondern auch Schlagzeug! Zweitens ist der Geist Person und Kraft. Es geht weder alleine darum, dass wir als Menschen den Heiligen Geist haben, noch nur darum, dass der Heilige Geist uns hat. Das dritte Begriffspaar lautet „Herr und Tröster“. Der Geist ist weder verweiblicht noch nur ein männlicher Geist.

Persönliche Bemerkungen: So schnell stehe auch ich in den Gefahr, den Heiligen Geist exklusiv als ein Gut der Christen zu betrachten und vergesse, dass er auf der ganzen Welt am Wirken ist. Gottes Geist ist grösser als ich von ihm denke. Das wurde mir wieder neu klar.

Auch stehe ich schnell in der Gefahr, die Dreieinigkeit als eine Konkurrenz zwischen den drei Personen zu sehen. Ich denke dann: Die „Charismatiker“ haben den Heiligen Geist überbetont. Nach Rust ist das gar nicht möglich, weil wenn wir mehr vom Heiligen Geist in unserem Leben suchen, dann kommen wir auch Jesus und dem Vater näher.

Ich merke, wie schnell wir in der Gefahr stehen den Helligen Geist für unsere Zwecke einzuspannen. Dabei muss ich bedenken, dass nicht per se jede Veränderung von Geist Gottes gewirkt ist. Manchmal ist der Geist auch ein Bewahrer, der gute Traditionen bewahren will.

 

Der erste Teil über das Buch von Heinrich Chrisian Rust kann hier gelesen werden: https://toom80.wordpress.com/2013/04/04/geist-gottes-quelle-des-lebens-von-henrich-christian-rust-einleitung/

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