Götzen in meinem Leben?!


„Du sollst neben mir keine anderen Götter haben. (2. Mose 20, 3)“ Dies ist das erste der Zehn Gebote. Wenn ich an Götter oder Götzen denke, dann kommen mir das goldene Kalb oder andere Götzenstatuen in den Sinn. Solche Götzen haben wir wohl alle keine. Also ist es kein Problem, dieses erste Gebot zu halten.

Wenn wir uns vertieft mit dem Wesen der Götzen beschäftigen, dann werden wir merken, dass es gar nicht so einfach ist. Als die Finanzkrise im Sommer 2008 die ganze Welt erfasste, gab es plötzlich auffallend viele Selbstmorde von mächtigen, wohlhabenden Männern. Genau aus einem Grund: Der Sinn und die Sicherheit im Leben dieser Männer wurden geraubt. Ihr Götze verlor seine Macht.

Auf andere zu zeigen, das ist immer einfach: auf die gierigen Banker, die das Geld zum Götzen machen oder auf die Stars, die den Erfolg an der Stelle Gottes haben. Aber dieses Gebot spricht mich ganz persönlich an: „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.“

  • Was gibt meinem Leben Sinn? Oft ist es bei mir der Wunsch Erfolg zu haben. Ich möchte Pfarrer in einer erfolgreichen Gemeinde sein.
  • Was gibt mir Sicherheit? Oft basiert meine Sicherheit darauf, dass ich einen guten Lohn und eine Familie habe, die mir Halt gibt.
  • Wann fühle ich mich wertvoll? Oft kommt hier der Götze des Ansehens zum Vorschein. Ich fühle mich dann wertvoll, wenn andere mich gut finden und mich loben.

Götzen in meinem Leben?! Ja, auch ich bin immer wieder gefährdet, dieses erste Gebot zu übertreten. Das perfide an Götzen ist, dass es meist gute Dinge sind, die zum Götzen werden. Familie ist wichtig und wertvoll, wo aber die Familie an der Stelle Gottes steht und uns Sicherheit gibt, ist die Familie ein Götze.

Wie werden wir unsere Götzen los? Zuerst müssen wir die Götzen entlarven, in dem wir Gott bitten, dass er uns aufzeigt, wo Dinge an seiner Stelle stehen. Dann sollen wir die Götzen aus unserem Leben entfernen, in dem wir sie Jesus bekennen und um Vergebung bitten. Aber das alleine reicht noch nicht. Busse tun heisst umkehren; vom Götzen zu Gott. Timothy Keller schreibt:

Wer einen Götzen nur aus seinem Herzensboden reisst und versäumt, die Liebe Christi an die frei gewordene Stelle zu pflanzen, wird sich wundern, wie schnell der Götze wieder heranwächst.

Das erste Gebot verbietet uns nicht einfach andere Götter. Es weist uns darauf hin, dass unser Gott ein Gott für alle Lebenssituationen ist. Er will deine Sicherheit im Leben sein. Er gibt deinem Leben Sinn. Und ist es, der dich unglaublich wertvoll gemacht hat. Das erste Gebot heisst: Gott will dein einziger Gott sein. Setze dein ganzes Vertrauen auf ihn und nicht auf weltliche Dinge!

Buchtipp zum Thema: Timothy Keller: „Es ist nicht alles Gott was glänzt.“, erschien bei Gerth Medien

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