März 10, 2008
Ich habe mir vor längerer Zeit vorgenommen über einige Vorbilder aus der Bibel aber auch aus der Geschichte zu schreiben. Ich kam aber irgendwie nie dazu … Deshalb nochmals ein Versuch …
Ich habe vor kurzem die Biographie von John Wesley gelesen. Er ist eine der prägendsten Personen des 18. Jahrhunderts in England. Wer mehr über ihn erfahren will, dem sei die Biographie geschrieben von John Pollock wärmsten empfohlen. In vielem ist John Wesely mir ein Vorbild geworden. Ein Punkt will ich hier speziell hervorheben.
Evangelisation und Diakonie gehen Hand in Hand: John Wesley schaffte es, auf eine gute Art das Evangelium zu verkündigen und dabei auch seiner Umgebung zu dienen. Das Wichtigste für Wesley war die Verkündigung des Evangeliums. Er wusste, dass das Evangelium die Kraft hat, das Leben der Armen zu verändern. Durch die Kraft des Evangeliums wurden oft Faulheit, Trunksucht und Ausschweifung in Unternehmungsgeist, Nüchternheit und Sparsamkeit umgewandelt (Pollock 1990:231). Trotz dem Wissen über die Kraft des Evangeliums war John Wesley sehr engagiert für die Armen: Er spendete die grössten Teile seines Einkommens und lebet sehr sparsam, er setzte sich für die untersten Schichten ein, er kämpfte gegen Alkoholismus und Sklaverei …
Verkündigung des Evangeliums und Diakonie gehörten bei ihm zusammen!
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Verfasst von toom80
Dezember 21, 2007
Die erste Person in der Bibel, die ich als Vorbild nennen will, ist Johannes Markus. Er ist ein Judenchrist aus Jerusalem mit griechischen Wurzeln (Markus ist ein griechischer Name). Wir lesen in der Apostelgeschichte von ihm, dass er mit Paulus und Barnabas mit auf die erste Missionsreise geht. Doch unterwegs bekommt er kalte Füsse und verlässt in Perge (in der heutigen Türkei, nahe Antalya) die Beiden und kehrt heim (zu Mama
). Was ihn genau zur Umkehr bewog, wissen wir nicht. Aber er versagte.
Paulus sah in Markus vorerst einen Versager. Als es nähmlich darum ging, eine zweite Missionsreise zu planen wollte Barnabas den Johannes Markus wieder mitnehmen. Paulus weigerte sich und trennte sich deshalb von Barnabas. Paulus wählte sich Silas als seinen neuen Begleiter. Barnabas aber (der wahrscheinlich der Cousin von Markus war) vertraute ihm und ging mit ihm nach Zypern.
Danach verliert sich in der Bibel die Spur von Markus. Dass Markus nicht der ängstliche Versager blieb lesen wir im
1. Timotheusbrief. Paulus schrieb Timotheus folgendes: Bring Markus mit; er kann mir gute Dienste leisten. (2 Tim 4.11)
Mehr erfahren wir aus der Bibel über Johannes Markus nicht. Es gibt aber aus anderen Quellen der Geschichte noch einiges über Markus zu berichten. Papias (ca. 130 n. Chr.) nennt Markus den Reisebegleiter und Dolmetscher von Petrus. Weiter berichtet er, dass Markus das nach ihm benannte Evangelium aufgeschrieben hat. Andere Kirchenväter berichten, dass Markus später der Gründe der christlichen Gemeinde in Antiochia war. Es wird auch berichtet, dass Markus in Antiochia als Märtyrer für seinen Glauben an Jesus Christus starb.
Wieso ist Johannes Markus für mich ein Vorbild? Auch als ängstlicher Mensch, konnte er von Gott gebraucht werden. Trotz seines Versagens in Perge gibt er nicht auf. Markus schaut nicht auf seine Schwächen und auf sein Versagen sondern er geht seinen Weg mit Gott. Auch ich will als oftmals ängstlicher Mensch meinen Weg mit Gott gehen. Wenn ich versage, darf ich wissen dass Gott mich trotzdem brauchen kann. Gott gibt eine zweite Chance!
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Verfasst von toom80
Dezember 21, 2007
Das Thema: “Vorbilder haben und selbst Vorbild sein,” beschäftigt mich momentan. Im Hebräerbrief im Kapitel 11 lesen wir von verschiedensten Vorbildern im Glauben. Dieses Kapitel hat mich dazu inspiriert zu überlegen, wer für mich ein Vorbild im Glauben ist. Einerseits faszinieren mich verschiedene biblische Persönlichkeiten. Meist sind das bei mir mehr unscheinbaren Personen in der Bibel. Andererseits gibt es für mich auch verschiedene Vorbilder in der Kirchengeschichte. Menschen die vorgelebt haben, wie wir als Nachfolger von Jesus leben können.
Über einige dieser Vorbilder will ich in der nächsten Zeit auf diesem Blog schreiben. Im Hebräer 12,1 steht:
Wir sind also von einer großen Schar von Zeugen umgeben, deren Leben uns zeigt, dass es durch den Glauben möglich ist, den uns aufgetragenen Kampf zu bestehen. Deshalb wollen auch wir – wie Läufer bei einem Wettkampf – mit aller Ausdauer dem Ziel entgegenlaufen. Wir wollen alles ablegen, was uns beim Laufen hindert, uns von der Sünde trennen, die uns so leicht gefangen nimmt[.]
Vorbilder geben uns in Zeiten, in denen wir kurz vor der Resignation stehen, wieder neue Kraft im Glauben dran zu bleiben. Wir wissen, dass es möglich ist, den Wettlauf zu beenden und ans Ziel zu kommen. Vorbilder motivieren uns immer wieder, alles was uns im Lauf mit Gott hindert, abzulegen.
Jesus ist das Vorbild aller Vorbilder. Er ist der einzige Mensch, der ohne Fehler ans Ziel kam und für unsere Fehler starb. Alle anderen Vorbilder sollen uns helfen mit Jesus zu leben.
Auch ich will (mit Gottes gnädiger Hilfe) ein Vorbild für andere in der Nachfolge von Jesus Christus sein.
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Verfasst von toom80