Allgemeines Priestertum in der Predigt

Januar 21, 2009

Hans-Martin Barth schreibt im Buch „Einander Priester sein“ :

Die Predigt gelangt nicht zum Ziel, wo sie „ankommt“, sondern wo sie „weitergeht“. […] Die Predigt dient nicht nur einer – recht verstandenen – Erbauung des einzelnen, sondern sie dient der Erbauung der Gemeinde, und sie steht damit im Zusammenhang des kommenden Gottesreiches. [...] Er [der Christ] kann sich dann niemals als Endverbraucher der Verkündigung sehen, sondern er wird wissen, dass er die Verkündigung nur dann sachgemäss gebraucht, wenn er sie zugleich anderen zum heilsamen Gebrauch weitervermittelt. Liebe kann von niemandem wirklich empfangen worden sein, der nicht selbst ein Liebender wird.

(Hans-Martin Barth 1990:199)

Sehe ich mich in der Predigt als Endverbraucher oder gebe ich das gehörte anderen weiter?

Predige ich mit dem Ziel, dass die Predigt „ankommt“ oder dass sie „weitergeht“?

Gelebtes allgemeines Priestertum gibt das empfangene weiter. Barth sagt, dass nur der wirklich Liebe empfangen hat, der auch davon weitergibt. Lasst uns das weitergeben, was wir empfangen haben!


Sein kommt vor Tun …

Januar 13, 2009

… war das Thema meiner letzten Predigt. Bei Interesse kann hier das Predigtskript heruntergeladen werden:

Predigt 4. Januar 2009


Warten

Oktober 8, 2008

Das Warten der Gerechten wird Freude werden; aber der Gottlosen Hoffnung wird verloren sein.
Sprüche 10, 28

Es ist wichtig, dass wir als Christen lernen zu warten. So häufig sind wir ungeduldig und denken, Gott müsse doch sofort handeln. In unseren Schwierigkeiten erwarten wir, dass Gott sofort eingreift. In der Bibel lesen wir von vielen Menschen die warten mussten:

  • Sara und Abraham warteten darauf, dass Gott seine Verheissung erfüllt und ihnen Nachkommen schenkt bis Abraham 100 Jahre alt wurde.
  • David wartet nach seiner Salbung zum König, bis Saul starb. David hätte sein Warten abkürzen können. Er hatte zwei Gelegenheit Saul umzubringen. Aber David wusste, ich muss warten bis Gott handelt.
  • Hanna und Simeon. Beide warteten im Tempel auf den Messias. Beide waren schon sehr alt, als sie Jesus sehen durften.

Warten ist nicht einfach ein Thema für die Adventszeit. Warten gehört ganz normal zu unserem Leben als Christen. Warten bringt aber Freude. Auch dies sehen wir in den aufgezählten Beispielen. Das Warten von Abraham, David, Hanna und Simeon wurde belohnt.

Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt. (2Petr 3, 13)

Ich wünsche uns allen, Geduld im Warten. Warten ist schwierig und kostet uns viel. Aber Gott wird auch unser Warten belohnen!


Bitte, segne mich!

Oktober 7, 2008

In knapp 3 Wochen darf ich als Vikar das erste Kind segnen. Deshalb mache ich mir gerade grundlegende Gedanken zum Thema „Segen“. Ein empfehlenswertes Buch dazu ist: Bitte, segne mich! Auf der Suche nach dem Verlorenen Segen von Gary Smalley und John Trent. Die folgenden Gedanken zum Segen sind aus diesem Buch.

Smalley und Trent definieren den Segen mittels fünf Hauptelementen:

  1. Die bedeutsame Berührung
    Umarmung, Handauflegen, etc. sind wichtig. Studien belegen, dass Berührungen unsere seelische und körperliche Gesundheit stärken.
  2. Eine gesprochene Botschaft
    Worte haben Macht. Diese Macht können wir sowohl positiv wie negativ einsetzen. Das Sprichwort, „Nicht geschimpft ist genug gelobt.“, stimmt nicht. Schweigen ist eine Strafe. Wir Menschen brauchen ausgesprochene Wertschätzung. Wie diese auszusehen hat, beschreiben die nächsten zwei Elemente des Segens.
  3. Der zu segnenden Person einen „hohen Wert“ beimessen
    Ein Segen drückt Wertschätzung aus. Diese Wertschätzung soll nicht von den Leistungen des anderen abhängig sein. Diese Wertschätzung kann in positiven Bildern, die die zu segnende Person beschreiben, ausgedrückt werden. Positive Eigenschaften einer Person werden hervorgehoben.
  4. Eine besondere Zukunft verheissen
    Sowohl negative als auch positive Zukunftsverheissungen haben eine unglaubliche Macht. Wer als Kind immer hörte, er bringe es zu nichts, glaubt dies oder versucht verbissen das Gegenteil zu beweisen. In den verschiedenen Segen der Bibel oder den jüdischen Familiensegen sehen wir einen anderen Weg. Den Kindern wird hier eine gute Zukunft verheissen. Auch wir sollen einander eine positive Zukunft verheissen!
  5. Eine aktive Verpflichtung, den Segen zu erfüllen.
    Das letzte Element des Segens ist die aktive Verpflichtung. Ein Segen ist nicht nur ein guter Wunsch. Ein Segen beinhaltet auch, dass man sich auch dazu verpflichtet, sich für die zu segnende Person einzusetzen. Sich einsetzen ist praktisch. Diese aktive Verpflichtung beinhaltet: Fürbitte vor Gott für die zu segnende Person, Engagement mit Zeit, Geld und Energie. Zu dieser Verpflichtung gehört auch dazu, Fehlverhalten der Person anzusprechen und sie zurechtzuweisen.

Einander segnen soll nicht eine (einmalige) kirchliche Handlung sein, sondern soll unseren Alltag prägen. Segnen ist nicht nur eine Aufgabe von Pfarrern, Pastoren, etc. sondern Auftrag an jeden Christ. Ich denke hier gibt es für uns alle noch viel zu tun. Sind wir ein Segen für unsere Mitmenschen?

In unseren Gemeinden ist der Segen häufig zur Routine geworden. Aber ein Segen hat Kraft. Nicht des Segens wegen sondern weil Gott der ist, der segnet.

Mir ist wichtig geworden: Segne ich jemand, ist dies eine aktive Verpflichtung!


Ihr seid das Salz der Erde!

August 9, 2008

Ihr seid das Salz der Erde. Wenn jedoch das Salz seine Kraft verliert, womit soll man sie ihm wiedergeben? Es taugt zu nichts anderem mehr, als weggeworfen und von den Leuten zertreten zu werden. (Mt 5.13).

Was heisst es für uns, Salz der Erde zu sein?

  • Jesus sagt: Wir sind das Salz der Erde. Es ist eine Zusage an uns und kein Befehl; kein „wenn … dann seid ihr vielleicht Salz.“
  • Salz hat verschiedene Funktionen: es würzt, konserviert, macht durstig und kann auch zerstören. Auf welche dieser Funktionen sich Jesus hier bezieht, kann nicht mehr sicher gesagt werden (Auch die Ausleger sind sich nicht einig). Vielleicht bezieht sich Jesus auf alle. Für mich heisst Salz der Erde sein: Die Welt mit unserem Sein positiv verändern.
  • Auf der Salzpackung steht: „Trocken gelagert ist Salz unbeschränkt haltbar.“ Wenn wir das Salz richtig lagern verliert es seine Salzkraft nie. Wenn wir als Christen „richtig gelagert“ sind, verlieren wir unsere Salzkraft nicht. Was die „richtige Lagerung“ für dich ist, kannst du mit Gott besprechen.
  • Wir als Salz der Erde verlieren unsere Salzkraft, wenn wir nicht echt sind. Wenn wir der Welt etwas vorgeben, was wir nicht sind, dann werden wir nicht mehr Salz für die Welt sein. Nur ein authentischer Christ macht Durst, konserviert das Gute, …
  • Salz hat seine Wirkung nur, wenn es sich mit der Speise vermischt. Das Salz im Salzstreuer dient zu nichts, ausser Dekoration zu sein. Die gewaltige Wirkung des Salzes kommt erst dann zum Vorschein, wenn das Salz in der Suppe ist. Als Christ sind wir erst Salz, wenn wir uns mit der Welt einlassen. Solange wir in unserem „Salzstreuer“ (Gemeinde, Kleingruppe, …) sind, kommt unsere Funktion als Salz nicht zur Geltung.
  • Wenig Salz bewirkt viel. Schon eine unscheinbare Menge Salz in der Suppe macht diese geniessbar. Schon wenige Christen können viel bewirken!

Einige dieser Gedanke sind dem Buch von Bill Hybels und Mark Mittelberg „Bekehre nicht – LEBE!“ entnommen


Das Problem mit dem Geld

Mai 9, 2008

Habe beim Vorbereiten einer Predigt hier diese Geschichte gefunden:

Ein Jude kommt zum Rabbi. „Rebbe, es ist entsetzlich. Gehst du zu einem Armen – er ist freundlich, er hilft dir, wenn er kann. Gehst du zu einem Reichen – er sieht dich nicht einmal. Was ist das nur mit dem Geld?’“

Da sagt der Rabbi: „Tritt ans Fenster! Was siehst du?“

„Ich sehe eine Frau mit einem Kind an der Hand. Ich sehe einen Wagen. Ich sehe…“

„Gut“, sagt der Rabbi, „und jetzt stell dich hier vor den Spiegel! Was siehst du?“

„Nun, Rebbe, was werd’ich sehn? Nebbich, mich selber.“ Darauf der Rabbi: „Siehst du, so ist es. Das Fenster ist aus Glas gemacht, und der Spiegel ist aus Glas gemacht. Kaum legst du ein bißchen Silber hin- ter die Oberfläche – schon siehst du nur noch dich selber!“

So schnell macht uns das Geld Ichbezogen und habgierig nach noch mehr. Wohl deshalb schreibt Paulus:

Darum tötet, was irdisch an euch ist: die Unzucht, die Schamlosigkeit, die Leidenschaft, die bösen Begierden und die Habsucht, die ein Götzendienst ist. (Kol 3, 5 EÜ)


Predigt als Pflicht?!

Dezember 6, 2007

Christian Möller schreibt in seiner Einführung in die Praktische Theologie:

«Beide Erlebnisse [jüdischer und orthodoxer Gottesdienst, t.o.] brachten mich zur Frage, ob es (sic!) für uns Protestanten vielleicht deshalb die Spiritualität der Predigt so wenig erfahrbar wird, weil sie das ganz normale Pfichtpensum für uns geworden ist, das wir auf jeden Fall erwarten und oft genug wie ein notwendiges Übel erleiden.»

DAS Zentrale Erlebnis unseres Gottesdienstes ist die Predigt. Oft habe ich das Gefühl, der Rest ist nur so ein notwendiger Rahmen (Begrüssung, Lobpreis, etc.), der zu der Predigt hinführen soll. Möller beschreibt in seinem Buch zwei Erlebnisse, in einem jüdischen und einem orthodoxen Gottesdienst, bei denen er erlebt hat, wie sich die Menschen auf die Predigt freuten, da es für sie mehr eine Ausnahme und nicht wöchentlicher Pflichtkonsum war.

Muss jede Woche eine Predigt sein? Wäre es nicht besser, andere Formen des Gottesdienstes (Lobpreis, Gebet, Abendmahl, …) auch mal mehr in den Mittelpunkt zu stellen?

Ich glaube, dass die Verkündigung des Wort Gottes eine grosse Kraft hat und dass sie enorm wichtig ist. Deshalb ist Predigt enorm wichtig. Aber ein Gottesdienst soll nicht nur aus Predigt bestehen. Dazu kommt, dass wir Menschen gar nicht in der Lage sind, jeden Sonntag so viele (frontal Vermittelte) Lehre aufzunehmen.

Ich bin auf der Suche nach ergänzenden Wegen, wie Gottes Wort vermittelt werden kann. Auf eine Art vermittelt, bei der nicht (nur) frontal gepredigt wird, sondern eine Art wo lehren und lernen eine Einheit bilden. Nicht ein Pastor der lehrt und die Gemeinde lernt, sondern ein miteinander lernen (und lehren).


Jesus ist die Tür

November 2, 2007

In meiner Gemeinde haben wir momentan ein Seminar zum Thema „Hörendes Gebet“ mit Mut zur Gemeinde. Am ersten Tag bekamen wir den Auftrag, uns in der nächsten Zeit Gedanken über einen Namen von Gott (oder Jesus) zu machen.
Auf der Liste der Namen stach mir gerade „Jesus die Tür“ ins Auge.  Was bedeutet es für mich, dass Jesus meine Tür ist? In Joh 10, 9 nennt sich Jesus die Tür:  Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.

  1. Jesus ist die Tür die Rettung bringt. Jesus als meine Tür heisst, dass ich durch das, was er für micht getan hat gerettet bin.
  2. Eine Tür gibt Sicherheit. Wenn Jesus unsere Tür ist sind wir in Sicherheit. Vertraue ich Jesus als dem Türwächter? Bin ich bei ihm in Sicherheit?
  3. Eine Tür kann auch negativ sein, z. B. eine Gefängnistür. Aber wenn wir bei Jesus durch die Türe gehen, sind wir nirgends eingesperrt. Jesus will mich nicht im Stall einsperren. Jesus will, dass wir ein- und ausgehen und nicht einfach im Stall bleiben. Wir sollen Weide finden. Aber die Tür ist für uns immer offen und gemäss Offb 3, 8 kann diese Tür von niemandem verschlossen werden.
  4. Ich bin nicht im Stall eingeschlossen. Ich darf auch auf die weite Weide gehen. Nur mache ich das? Oder bin ich so fest an die Sicherheit und den lieblichen Geruch unseres christlichen Stalles gewohnt? Habe ich Angst vor  den Gefahren, die auf der Weide (Welt) lauern? Hier darf ich darauf vertrauen, dass der gute Hirte mich auf der Weide beschützt und dass der Stall für mich immer offen ist!
  5. Eine Türe öffnen heisst den Weg bereiten. Jesus will mir den Weg bereiten, den ich gehe. Er wird mir Türen öffnen und andere vielleicht auch schliessen. Auch Paulus berichtet an verschiedenen Stellen, dass er für offene Türen für seine Arbeit betete. Ich will mich darauf verlassen, dass mir Gott die richtigen Türen öffnet und mich führt. Gerade momentan bin ich darauf angewiesen, dass Gott mir die richtige Tür zeigt.

An heute Morgen hat mich die folgende Bibelstelle erinnert: Die Tür dreht sich in der Angel und der Faule in seinem Bett. (Spr 26, 14)


Hanna: Eine treue Prophetin!

Oktober 22, 2007

Damals lebte auch eine Prophetin namens Hanna, eine Tochter Penuëls, aus dem Stamm Ascher. Sie war schon hochbetagt. Als junges Mädchen hatte sie geheiratet und sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt; nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren. Sie hielt sich ständig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten. In diesem Augenblick nun trat sie hinzu, pries Gott und sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.
(Lukas 2, 36 – 38)

Nur Lukas berichtet von der Prophetin Hanna. Es fällt auf, dass Einzelschicksale Lukas mehr interessierten als die anderen Evangelisten. Über Hanna erfahren wir in diesem kurzen Bericht einiges:

  • Hanna war bereits eine sehr alte Frau. Wie alt sie war, ist nicht ganz klar. Die meisten Bibelübersetzungen geben ein Alter von 84 Jahren an. Nur die Gute Nachricht und Theodor Zahn (Kommentar zum Lukasevangelium) gehen davon aus, dass sich die 84 Jahre auf ihre Witwenschaft beziehen. Somit wäre sie, auch wenn sie schon mit 15 geheiratet hätte und 7 Jahre verheiratet war, schon 106 Jahre alt.
  • Hanna lebte in einer für Israel schwierigen Zeit. Ca. 64 v. Chr. wurde Jerusalem von den Römern durch Pompejus erobert. Durch diese Eroberung endete die Herrschaft der Hasmonäer (welche Israel im makkabäischen Freiheitskampf von der fremden Herrschaft befreiten). Für die frommen Juden war die Eroberung durch die Juden ein Gräuel, vor allem weil Pompejus in Jerusalem den Tempel bis in das Allerheiligste betrat und ihn somit entweihte.
  • In diese schwierigen Zeit für Israel, lebt Hanna als Witwe, da ihr Mann schon nach 7 Jahren Ehe starb. Witwen hatten in dieser Zeit einen schwierigen Stand. Sie waren darauf angewiesen, dass die Juden die Gebote Gottes hielten und ihre Witwen gut versorgten.
  • Hanna diente nach dem Tod ihres Mannes im Tempel. Je nachdem welches Alter man annimmt zwischen ca. 60 – 84 Jahre. Der grösste Teils ihres Lebens war sie im Tempel und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten.
  • Hanna wird eine Prophetin genannt. Ich denke nicht weil sie grosse prophetische Reden im Tempel hielt, sondern weil sie einen prophetischen Lebensstil hatte und weil sich Worte von ihr als Prophetien erwiesen. Hanna hatte eine sehr enge Beziehung zu Gott und hörte deshalb das Reden Gottes.
  • Wie vorher Simeon erkannte auch Hanna: Dieses Kind ist der verheissene Messias. In den vielen Jahren im Tempel hoffte und flehte sie zu Gott, damit er das Volk und Jerusalem bald erlösen möge.
  • Als Hanna das Kind sah, behielt sie die gute Botschaft nicht für sich. Sie erzählte allen, die sich nach der Erlösung Jerusalems sehnten von diesem Kind.

Auch für uns heute soll Hanna ein Vorbild sein.

  • Erstens im Durchhalten und geduldig sein. Hanna war wie die Witwe im Gleichnis von Jesus in Luk 18. Sie war seit Jahren am Beten und Fasten. Haben auch wir soviel Geduld und Durchhaltewillen beim Beten und Fasten? Oder muss Gott für uns alles sofort machen?
  • Zweitens ist Hanna ein Vorbild, wie sie die gute Botschaft weitergab. Hanna erzählte allen, die sich nach dem Messias sehnten vom Jesuskind. Bin ich auch bereit, den Menschen die Sehnsucht nach Erlösung haben vom Erlöser zu erzählen?
  • Drittens: Auch beeindruckend für mich ist, wie Hanna trotz ihres Alters und trotzdem dass sie als Witwe eine Aussenseiterin war, das Beste aus ihrer Situation machte.

Licht in der Dunkelheit

September 29, 2007

Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.  (Jes 9, 1)

Mit dem Volk im finsteren Lande spricht Jesaja die Stäme Sebulon und Naphathali in Galiläa an. Diese beiden Stämme hatten sehr viel Finsternis bei sich. Immer wieder wurde ihr Stammgebiet von feindlichen  Heeren angegriffen. Sie mussten in einer steten Angst leben.  Ebenfalls lebten im Gebiet von Galiläa viele Heiden. Die Menschen in Galiläa vermischten den jüdischen Glauben mit heidnischen Elementen. So nannten die Juden diese Gebiet verächtlich das Galiläa der Heiden.

Gerade in dieses verachtet und  verlorene Galiläa kommt als erstes das grosse Licht. Matthäus schreibt, im Mt 4, 12f dass durch Jesus diese Prophetie von Jesaja erfüllt wurde. Jesus ist das grosse Licht. Aus der Finsternis macht Jesu Licht.

Auch ich habe in meinem Leben Bereiche, in denen Finsternis herrscht. Dies können Sorgen, Zukunftsängste, Krankheiten, Mangelerscheinungen etc. sein. Auch Finsternis sind Sünden, die ich immer wieder mache. Aber auch für uns heute gilt: Jesus hat die Finsternis überwunden. Er will mit seinem Licht in unser Leben komme. Wir dürfen ihm alles hinlegen, was bei uns noch in der Finsternis ist. Er vergibt und hilft ein Leben im Licht zu führen. (Vergl. dazu: Eph 5, 1f)