Zacharias: Ein Mann Gottes!

Oktober 18, 2007

Von Zacharias lesen wir in der Bibel einzig im Lukasevangelium. Zacharias ist ein Priester, ein Nachkomme Aarons. Lukas schreibt positiv über das Ehepaar Zacharias und Elisabeth. Beide lebten so, wie es Gott gefällt. Sie hielten sich streng an die Gebote und Weisungen Gottes.

Trotzdem gab es im Leben des Zacharias Schwierigkeiten. Er hatte keine Kinder, da seine Frau Elisabeth unfruchtbar war. Kinderlos zu sein, war in dieser Zeit ein Schande und wurde von den Menschen oft als Strafe Gottes angesehen. Kinderlose Paare waren Aussenseiter.

Was mich an Zacharias beeindruckt, ist sein Durchhalten. Tortz des Schwierigkeiten in seinem Leben verbitterte er nicht. Zacharias diente als Priester gemäss der Vorschriften. Eines Tages wurde durch das Los ausgewählt, das Rauchopfer darzubringen. Hier begegnete ihm ein Engel Gottes. Dieser Engel brachte die gute Botschaft: „Deine Frau Elisabeth wird ein Kind bekommen. Nennt das Kind Johannes (der Herr ist gnädig).“

Die Reaktion von Zacharias ist mir sympatisch. Er steht zu seien Zweifeln. Schliesslich sind er und seine Frau schon alt. Sympatisch, weil er zu seinen Zweifeln steht. Aber die Zweifel sind auch ein Zeichen eines zu kleinen Glaubens.

Weil Zacharias nicht glaubte, ist er zur Strafe stumm bis zur Geburt von Johannes. Was einerseits eine Strafe für den Unglauben ist, ist andererseits ein Zeichen für Zacharias, dass die Worte des Engels in Erfüllung gehen. Gott ist gnädig zu ihm.

Von Zacharias kann ich lernen, Grosses von Gott zu erwarten. Er kann mehr als mir vorstellen kann. Gottes Möglichkeiten übersteigen das menschlich Mögliche. Wo schaue ich mehr auf die Hindernisse, als auf die Verheissungen von Gott?

Gott ist gnädig mit Zweiflern. Er lässt mich in meinen Zweifeln nicht fallen. So wir er auch Zacharias nicht fallen lies. Denn auch wenn Zacharias bestraft wurde, gab Gott ihm Gewissheit und erfüllte dazu noch sein Gebet. Auch heute haben wir einen Gott der gnädig ist!

Der Herr hat mir geholfen; er hat in diesen Tagen gnädig auf mich geschaut und mich von der Schande befreit, mit der ich in den Augen der Menschen beladen war. (Elisabeth in Luk 1, 25)