Vorbild: John Wesley

März 10, 2008

Ich habe mir vor längerer Zeit vorgenommen über einige Vorbilder aus der Bibel aber auch aus der Geschichte zu schreiben. Ich kam aber irgendwie nie dazu …  Deshalb nochmals ein Versuch …

Ich habe vor kurzem die Biographie von John Wesley gelesen. Er ist eine der prägendsten Personen des 18. Jahrhunderts in England. Wer mehr über ihn erfahren will, dem sei die Biographie geschrieben von John Pollock wärmsten empfohlen. In vielem ist John Wesely mir ein Vorbild geworden. Ein Punkt will ich hier speziell hervorheben.

Evangelisation und Diakonie gehen Hand in Hand: John Wesley schaffte es, auf eine gute Art das Evangelium zu verkündigen und dabei auch seiner Umgebung zu dienen. Das Wichtigste für Wesley war die Verkündigung des Evangeliums. Er wusste, dass das Evangelium die Kraft hat, das Leben der Armen zu verändern. Durch die Kraft des Evangeliums wurden oft Faulheit, Trunksucht und Ausschweifung in Unternehmungsgeist, Nüchternheit und Sparsamkeit umgewandelt (Pollock 1990:231). Trotz dem Wissen über die Kraft des Evangeliums war John Wesley sehr engagiert für die Armen: Er spendete die grössten Teile seines Einkommens und lebet sehr sparsam, er setzte sich für die untersten Schichten ein, er kämpfte gegen Alkoholismus und Sklaverei …

Verkündigung des Evangeliums und Diakonie gehörten bei ihm zusammen!


Was wir von unseren Vätern lernen können: Diakonie

November 21, 2007

Ich lese momentan das Buch: „Auf dein Wort.“ von Rudolf Dellsperger u.a. Das Buch behandelt die Geschichte und die Theologie der Evangelischen Gesellschaft des Kantons Bern im 19. Jahrhundert. Diese Sätze sind mir beim Lesen ins Auge gesprungen:

„Die Überlegenheit der freiwilligen Armenpflege über die öffentliche besteht darin, ‘dass das Wesen einer gedeihlichen Armenpflege nicht im Geben, sondern im Thun, nicht im Geld und Brod spenden sondern im Sichselbstgeben, nicht in Gesetzen und Vereinsstatuten, sondern in der Liebe besteht. Wollt Ihr Euch, Euch selbst nicht drangeben, Euch nicht in Liebe Eins machen mit euren Armen, so lasst nur das Armenvereinlein sein[.]„

Unser Armenvereinlein nennen wir heute vielleicht Diakonie oder sozialdiakonische Arbeit. Bin ich aber bereit, mich selbst dran zu geben? Gerade im eigenen Umfeld ist mir aufgefallen, dass wir unter Diakonie verstehen, Geld zu geben und nicht uns selbst zu verschenken.

Bin ich bereit, mich selbst zu verschenken?