Essen ohne zu sehen

April 14, 2008

Am Samstag war ich gemeinsam mit meiner Frau in der Blinden Kuh in Basel. Dies ist ein Restaurant in dem man in völliger Dunkelheit isst. Das Essen dort ist ein sehr besonderes Erlebnis.

Bereits bevor man in den dunklen Bereich eintritt muss man sein Menu auswählen sowie Natel, Uhren und alles was leuchten könnte in ein Schliessfach versorgen. Danach wird man vom Servierpersonal - alle die im Service arbeiten sind blind - abgeholt und an den Platz geführt. Im Lokal ist es wirklich stockdunkel und man sieht auch nach einer Stunde nichts.

Es ist ein sehr spannendes Erlebnis, einmal ohne etwas zu sehen zu essen. Bei jeder Gabel die man in den Mund führt, kommt die Überraschung was auf der Gabel war. Hier merkt man deutlich, dass das Auge wirklich mit isst. Denn das Essen schmeckt in der Dunkelheit irgendwie anders.

Sehr spannend ist auch die Umgebung. Man weiss nicht genau wo man sitzt und wo es noch andere Gäste hat. Während des Essen kamen an unseren Tisch noch zwei weitere Gäste. Da man diese auch nicht sieht, macht man sich automatisch ein Bild, von deren Aussehen und Art. Die Kommunikation ohne zu sehen ist ohnehin schwierig, aber mit Fremden fast unmöglich. Deshalb ignorierten wir uns und sprachen obwohl wir direkt nebeneinander sassen kaum zusammen.

Ohne zu sehen sind wir als Sehende einfach verloren. Ohne Hilfe der blinden Kellner hätten wir nur sehr schwer wieder aus dem Lokal gefunden. Mir wurde an diesem Abend bewusst, was für ein grosses Geschenk das Augenlicht ist.


Meine Wünsche

April 10, 2008

Falls du mir etwas schenken willst, habe ich unter Amazon eine Wunschliste erstellt ;-)

http://www.amazon.de/gp/registry/1CCYTO6CQSX5I


Hast du einen langweiligen Gott?

April 4, 2008

Anselm Grün schreibt im Buch “Kämpfen und Lieben. Wie Männer zu sich selbst finden:

„Für manche Männer ist Gott langweilig geworden, weil wir ihn zu nett und zu lieb dargestellt haben. Die Bibel verweist uns auf einen Gott, der die Abgründe der menschlichen Seele anspricht, der auch den Mann in seiner Bereitschaft zu kämpfen, anrührt. (Grün 2005:44)“

Ist Gott für dich nur noch der liebe, alte Gott oder ist er auch ein leidenschaftlicher, kämpferischer Gott?


Zitat: Umgang mit Geld

März 29, 2008

John Wesley’s Tipp im Umgang mit Geld:

Erwirb so viel du kannst;
spare so viel du kannst;
gib so viel du kannst.
Er beklagte sich aber, dass die meisten Leute nur die ersten zwei Tipps befolgten. Denke auch heute ist dies noch oft so.



Nachmittagsbeschäftigung am Karfreitag

März 21, 2008
Ostereier

Karfreitag: Was du hast erduldet, ist alles meine Last

März 21, 2008

Im Gottesdienst haben wir letzte Woche ein Lied gesungen das zu Karfreitag passt. Für uns hat Jesus all die Qualen und Schmerzen auf sich genommen, damit wir Frieden mit Gott haben können. Es stimmt: Was du hast erduldet, ist alles meine Last.

O Haupt voll Blut und Wunden,
Voll Schmerz und voller Hohn,
O Haupt, zum Spott gebunden
Mit einer Dornenkron
O Haupt, sonst schön gezieret
Mit höchster Ehr und Zier,
Jetzt aber höchst schimpfieret:
Gegrüßet seist du mir!

Du edles Angesichte,
Davor sonst schrickt und scheut
Das große Weltgewichte,
Wie bist du so bespeit!
Wie bist du so erbleichet!
Wer hat dein Augenlicht,
Dem sonst kein Licht nicht gleichet,
So schändlich zugericht?

Nun, was du, Herr, erduldet,
Ist alles meine Last;
Ich hab es selbst verschuldet,
Was du getragen hast.
Schau her, hier steh ich Armer,
Der Zorn verdienet hat;
Gib mir, o mein Erbarmer,
Den Anblick deiner Gnad!

(Paul Gerhardt 1607 - 1676)


Palmsonntag: Was ist, wenn Jesus mich enttäuscht?

März 16, 2008

Am Palmsonntag jubelten die Menschen Jesus zu. Sie sahen in Jesus den Befreier, der die Juden von den Römern befreien und ein Königreich wie unter dem König David aufrichten wird. Schon bald wurden die Menschen von Jesus enttäuscht. Seine Befreiung sah anders aus, als es die Menschen erwarteten. Aus dem Jubel und der Freude wurde schon bald eine riesige Enttäuschung. Viele wollten Jesus weg haben und waren für seine Kreuzigung. Aus dem Jubel wurde durch die Enttäuschung Hass.

Auch ich habe immer wieder feste Vorstellung was Jesus tun sollte und wie er mich von Schwierigem befreien müsste. Wie reagiere ich, wenn er diese Vorstellungen nicht erfüllt? Bete ich Gott auch dann an, wenn er nicht das tut, was ich erwarte? Oder kann ich ihm vertrauen, dass er es gut machen wird?

Wo haben wir feste Erwartungen von Gott wie er in bestimmten Situationen eingreifen muss? Wo hängt meine Anbetung davon ab ob Jesus meine Wünsche erfüllt?

Schwierige und herausfordernde Fragen …

… aber Jesus will mir immer wieder helfen ihm zu vertrauen, dass er es gut mit mir meint. Auch wenn nicht alles so kommt wie ich es erwarte, gilt:

Denn ich weiß genau, welche Pläne ich für euch gefasst habe‹, spricht der Herr. ›Mein Plan ist, euch Heil zu geben und kein Leid. Ich gebe euch Zukunft und Hoffnung. (Jeremia 29, 11 NL)


Was man nicht alles aus der Bibel erfahren kann …

März 11, 2008

… Mose soll angeblich die Zehn Gebot im Drogenrausch empfangen haben. Dies glaubt zumindest ein Psyochologe und findet in der Bibel sogar Beweise dafür. Hier mehr darüber.

Mir scheinen nur die Gebot sehr nüchtern für einen Drogenrausch …


Vorbild: John Wesley

März 10, 2008

Ich habe mir vor längerer Zeit vorgenommen über einige Vorbilder aus der Bibel aber auch aus der Geschichte zu schreiben. Ich kam aber irgendwie nie dazu …  Deshalb nochmals ein Versuch …

Ich habe vor kurzem die Biographie von John Wesley gelesen. Er ist eine der prägendsten Personen des 18. Jahrhunderts in England. Wer mehr über ihn erfahren will, dem sei die Biographie geschrieben von John Pollock wärmsten empfohlen. In vielem ist John Wesely mir ein Vorbild geworden. Ein Punkt will ich hier speziell hervorheben.

Evangelisation und Diakonie gehen Hand in Hand: John Wesley schaffte es, auf eine gute Art das Evangelium zu verkündigen und dabei auch seiner Umgebung zu dienen. Das Wichtigste für Wesley war die Verkündigung des Evangeliums. Er wusste, dass das Evangelium die Kraft hat, das Leben der Armen zu verändern. Durch die Kraft des Evangeliums wurden oft Faulheit, Trunksucht und Ausschweifung in Unternehmungsgeist, Nüchternheit und Sparsamkeit umgewandelt (Pollock 1990:231). Trotz dem Wissen über die Kraft des Evangeliums war John Wesley sehr engagiert für die Armen: Er spendete die grössten Teile seines Einkommens und lebet sehr sparsam, er setzte sich für die untersten Schichten ein, er kämpfte gegen Alkoholismus und Sklaverei …

Verkündigung des Evangeliums und Diakonie gehörten bei ihm zusammen!


Neue Arbeitsstelle

März 3, 2008

In meinem Leben ist sich in der letzten Zeit einiges am verändern. Letzten Freitag habe ich die definitive Zusage bekommen, dass ich ab 1. August 2008 eine neue Stelle als eine Art Vikar antreten darf.

Ich werde zu 50% im Evangelischen Gemeinschaftswerk in Herzogenbuchsee arbeiten und dort während den letzten anderthalb Jahren in verschiedene Bereiche der Gemeindearbeit Einblick erhalten. Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung und denke, dass dies für mich ein weiterer Schritt Richtung vollzeitlichen Dienst ist.

Die neue Stelle heisst natürlich auch, dass ich meine bisherige Praktikumsstelle zu 20% sowie meine Arbeitstelle auf der Bank aufgeben werde. Hier wird es für mich eine Herausforderung sein, das Alte loszulassen und Gott zu vertrauen, dass er auch für die alte Gemeinde etwas Neues bereit hat.


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