Minarettinitiative

Was soll man als Christ über die Minarettinitiative denken? Die Meinungen sind geteilt. Ein spannende Diskussion über diese Frage kann hier gehört werden.

In der Sendung ZOOM vom 23.01.08 von LifeChannel diskutieren:

- Kurt Beutler (Mitarbeiter MEOS) pro
- Daniel Steiner (Grossrat EVP BE) contra
- Andreas Tunger (Islamwissenschaftler)

Meine eigene Meinung zum Thema habe ich vor einiger Zeit hier dargelegt.

6 Antworten zu “Minarettinitiative”

  1. schweizerkrieger sagt:

    Über dieses Thema habe ich schon auf meinem Blog geschrieben. Doch ich kann es nicht genug betonen.

    Jedoch bin ich auf Deine Meinung gespannt.!!!!!

    Minarette haben mit Glaubensfreiheit nichts zu tun. Sie sind vielmehr
    “Ausdruck religiös-politischer Machtansprüche”.

    Was vermitteln wir unseren Kindern?
    Und welche Werte wollen wir noch unseren Kindern vermitteln,
    wenn wir keine christlichen Wurzeln mehr haben?
    Eine multikulturelle Suppe
    aus verschiedenen Religionen ohne kritisches Beigemüse vielleicht?
    Der Philosoph Robert Spaemann analysiert kritisch die heutige Toleranzdiskussion mit den Worten:

    “Die Forderung, alle Überzeugungen zu achten,
    wird inzwischen zur Forderung,
    keine eigenen Überzeugungen mehr zu haben.
    Und wer sie dennoch vertritt, gilt als intolerant.”

    (Habe ich als meinen Leitspruch erkoren.)

  2. toom80 sagt:

    Meine Meinung habe ich in dem verlinkten Beitrag bereits dargelegt. Ich bin mit dir einig, dass Minarette nicht notwendig sind, um den moslemischen Glauben leben zu können. Genau so wie wir als Christen zum gelebten Glauben keine Kirchentürme brauchen.

    Aber ich bin dennoch nicht für diese Initiative. Denn wir packen damit das Problem nicht bei der Wurzel an und stellen uns so auf dieselbe Stufe wie die radikalen islamischen Länder.

    Ich bin dafür, dass wir unsere Kraft dafür einsetzten, die Moslems (von denen die meisten nicht praktizierend sind) in der Schweiz zu integrieren und zu verhindern, dass sich eine Paralellkultur bildet. Das Verbot von Minaretten denke ich hilft dazu wenig.

    Christliche Werte müssen wir Christen vermitteln und unsere Wurzeln in einer Beziehung zum dreieinigen Gott pflegen. Das nützt m.E. mehr als jede Abgrenzung anderer Religionen.

  3. schweizerkrieger sagt:

    Ich errinne mich noch vor einigen Jahren wo in der Schweiz die Diskussionen begann die Kreuz in den Schulen verbannen. Da es gegen die Glaubensfreiheit in der Schweiz ist. Klar müssen wir uns nicht auf die Stufe stellen wie Du sagtest, jedoch Saudi Arabien ist kein so strack extremistisch land. Dort sind aber Kirchen auch untersagt. Offiziell jedenfalls. Sie zelebrieren Gottesdienst in Privaten Räumlichkeiten.

  4. toom80 sagt:

    So viel ich weiss, ist Saudi Arabien eines der radikalsten muslimischen Länder… auf dem Weltverfolgungsindex ist SA an zweiter Stelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Weltverfolgungsindex

  5. schweizerkrieger sagt:

    Ja, eben im bereich Christentum bestimmt. Sonst hingegen sind die anderen islamischen Länder in allem (fast) Extremisten

  6. Daniel Steiner sagt:

    Herzlichen Dank für die Aufnahme des ERF-Interviews in den Blog.

    Mein Standpunkt bleibt derselbe:
    Die Minarett-Initiative löst kein einziges Problem. Im Gegenteil! Weshalb sollte Minaretten in der Bundesverfassung eine Sonderstellung zugebilligt werden, wenn der Kirchturm gleichzeitig mit keinem Wort erwähnt wird? Etwas eigenartig in einem christlichen Land, oder nicht?

    Massnahmen, die wirklich greifen, sind gefordert (und nicht Schattenboxen).
    Beispiele:
    - Ausbildung der Imame in der Schweiz
    - Kontrolle der finanziellen Ströme in den Moscheen
    - keine Sonderregelungen in der Schule

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