Diese Gedanken kammen wir als ich im ZDF einen Beitrag über den Fronleichnam sah. An diesem Tag feiern die römisch-katholischen Christen die Gegenwart Christi, welche im Sakrament der Eucharistie erlebbar ist.
Kürzlich diskutierte ich mit einigen meiner Mitstudenten über Merkmal der christlichen Gemeinde. Eines der Merkmale war eben, dass Jesus in seiner Gemeinde gegenwärtig ist. Das heisst: In der Gemeinde können wir Gott begegnen. Je nach Gemeindeverständnis suchen wir diese Gegenwart verschieden:
- Wie bereits erwähnt, ist für die Römisch-Katholische Kirche die Präsenz Christi vor allem im Sakrament der Eucharistie in der Hostie erlebbar. (Ähnlich auch bei den Lutheranern)
- Orthodoxe Christen erleben diese Präsenz u.a. in den Ikonen
- Evangelikal-Charismatische Christen vor allem im Worship
Vieles ist bei dieser Aufstellung sicher vereinfacht. Allen drei Beispielen gemeinsam ist der Versuch, die Gegenwart von Jesus auf einen Bereich des christlichen Lebens festzulegen.
Das Römisch-Katholische Fest Fronleichnam hat durchwegs seine Berechtigung, wenn es als ein Gedenken an die Präsenz von Christus in der Gemeinde verstanden wird. Gefährlich wird es, wenn wir diese Gegenwart auf einen bestimmten Bereich des christlichen Lebens festlegen wollen. Seien dies Eucharistie, Ikonen oder der Worship.
Jesus selbst sagte über sein Präsenz:
Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.
Matthäus 18, 20
Verfasst von toom80

