Das Problem mit dem Geld

Mai 9, 2008

Habe beim Vorbereiten einer Predigt hier diese Geschichte gefunden:

Ein Jude kommt zum Rabbi. “Rebbe, es ist entsetzlich. Gehst du zu einem Armen - er ist freundlich, er hilft dir, wenn er kann. Gehst du zu einem Reichen - er sieht dich nicht einmal. Was ist das nur mit dem Geld?’”

Da sagt der Rabbi: “Tritt ans Fenster! Was siehst du?”

“Ich sehe eine Frau mit einem Kind an der Hand. Ich sehe einen Wagen. Ich sehe…”

“Gut”, sagt der Rabbi, “und jetzt stell dich hier vor den Spiegel! Was siehst du?”

“Nun, Rebbe, was werd’ich sehn? Nebbich, mich selber.” Darauf der Rabbi: “Siehst du, so ist es. Das Fenster ist aus Glas gemacht, und der Spiegel ist aus Glas gemacht. Kaum legst du ein bißchen Silber hin- ter die Oberfläche - schon siehst du nur noch dich selber!”

So schnell macht uns das Geld Ichbezogen und habgierig nach noch mehr. Wohl deshalb schreibt Paulus:

Darum tötet, was irdisch an euch ist: die Unzucht, die Schamlosigkeit, die Leidenschaft, die bösen Begierden und die Habsucht, die ein Götzendienst ist. (Kol 3, 5 EÜ)


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