Biblische Vorbilder: Johannes Markus

Dezember 21, 2007

Die erste Person in der Bibel, die ich als Vorbild nennen will, ist Johannes Markus. Er ist ein Judenchrist aus Jerusalem mit griechischen Wurzeln (Markus ist ein griechischer Name). Wir lesen in der Apostelgeschichte von ihm, dass er mit Paulus und Barnabas mit auf die erste Missionsreise geht. Doch unterwegs bekommt er kalte Füsse und verlässt in Perge (in der heutigen Türkei, nahe Antalya) die Beiden und kehrt heim (zu Mama ;-) ). Was ihn genau zur Umkehr bewog, wissen wir nicht. Aber er versagte.

Paulus sah in Markus vorerst einen Versager. Als es nähmlich darum ging, eine zweite Missionsreise zu planen wollte Barnabas den Johannes Markus wieder mitnehmen. Paulus weigerte sich und trennte sich deshalb von Barnabas. Paulus wählte sich Silas als seinen neuen Begleiter. Barnabas aber (der wahrscheinlich der Cousin von Markus war) vertraute ihm und ging mit ihm nach Zypern.

Danach verliert sich in der Bibel die Spur von Markus. Dass Markus nicht der ängstliche Versager blieb lesen wir im
1. Timotheusbrief. Paulus schrieb Timotheus folgendes: Bring Markus mit; er kann mir gute Dienste leisten. (2 Tim 4.11)

Mehr erfahren wir aus der Bibel über Johannes Markus nicht. Es gibt aber aus anderen Quellen der Geschichte noch einiges über Markus zu berichten. Papias (ca. 130 n. Chr.) nennt Markus den Reisebegleiter und Dolmetscher von Petrus. Weiter berichtet er, dass Markus das nach ihm benannte Evangelium aufgeschrieben hat. Andere Kirchenväter berichten, dass Markus später der Gründe der christlichen Gemeinde in Antiochia war. Es wird auch berichtet, dass Markus in Antiochia als Märtyrer für seinen Glauben an Jesus Christus starb.

Wieso ist Johannes Markus für mich ein Vorbild? Auch als ängstlicher Mensch, konnte er von Gott gebraucht werden. Trotz seines Versagens in Perge gibt er nicht auf. Markus schaut nicht auf seine Schwächen und auf sein Versagen sondern er geht seinen Weg mit Gott. Auch ich will als oftmals ängstlicher Mensch meinen Weg mit Gott gehen. Wenn ich versage, darf ich wissen dass Gott mich trotzdem brauchen kann. Gott gibt eine zweite Chance!


Vorbilder haben - Vorbild sein

Dezember 21, 2007

Das Thema: “Vorbilder haben und selbst Vorbild sein,” beschäftigt mich momentan. Im Hebräerbrief im Kapitel 11 lesen wir von verschiedensten Vorbildern im Glauben. Dieses Kapitel hat mich dazu inspiriert zu überlegen, wer für mich ein Vorbild im Glauben ist. Einerseits faszinieren mich verschiedene biblische Persönlichkeiten. Meist sind das bei mir mehr unscheinbaren Personen in der Bibel. Andererseits gibt es für mich auch verschiedene Vorbilder in der Kirchengeschichte. Menschen die vorgelebt haben, wie wir als Nachfolger von Jesus leben können.

Über einige dieser Vorbilder will ich in der nächsten Zeit auf diesem Blog schreiben. Im Hebräer 12,1 steht:

Wir sind also von einer großen Schar von Zeugen umgeben, deren Leben uns zeigt, dass es durch den Glauben möglich ist, den uns aufgetragenen Kampf zu bestehen. Deshalb wollen auch wir – wie Läufer bei einem Wettkampf – mit aller Ausdauer dem Ziel entgegenlaufen. Wir wollen alles ablegen, was uns beim Laufen hindert, uns von der Sünde trennen, die uns so leicht gefangen nimmt[.]

Vorbilder geben uns in Zeiten, in denen wir kurz vor der Resignation stehen, wieder neue Kraft im Glauben dran zu bleiben. Wir wissen, dass es möglich ist, den Wettlauf zu beenden und ans Ziel zu kommen. Vorbilder motivieren uns immer wieder, alles was uns im Lauf mit Gott hindert, abzulegen.

Jesus ist das Vorbild aller Vorbilder. Er ist der einzige Mensch, der ohne Fehler ans Ziel kam und für unsere Fehler starb. Alle anderen Vorbilder sollen uns helfen mit Jesus zu leben.

Auch ich will (mit Gottes gnädiger Hilfe) ein Vorbild für andere in der Nachfolge von Jesus Christus sein.


Weihnachten bedeutet: Mein Erlöser lebt!

Dezember 17, 2007

Letzten Samstag war ich an einem Gospelkonzert. Ein Lied hat mich dort besonders berührt und mir wurde ganz klar, was Weihnachten bedeutet. Nur wenn ich weiss, dass mein Erlöser auch heute noch lebt, macht Weihnachten überhaupt Sinn. Weihnachten ohne lebenden Erlöser ist nur ein stressiges Fest.

Hier der Text des Liedes:

Who taught the sun where to stand in the morning?
and Who told the ocean you can only come this far?
and Who showed the moon where to hide ’til evening?
Whose words alone can catch a falling star?

Well I know my Redeemer lives
I know my Redeemer lives
All of creation testifys
This life within me cries
I know my Redeemer lives yeah

The very same God that spins things in orbit
runs to the weary, the worn and the weak
And the same gentle hands that hold me when I’m broken
They conquered death to bring me victory

Now I know my Redeemer lives
I know my Redeemer lives
Let all creation testify
Let this life within me cry
I know my Redeemer, He lives

To take away my shame
And He lives forever, I’ll proclaim
That the payment for my sin
Was the precious life He gave
But now He’s alive and
There’s an empty grave

Now I know my Redeemer lives
I know my Redeemer lives
Let all creation testify
Let this life within me cry
I know my Redeemer,

I know my Redeemer
I know my Redeemer lives
I know my redeemer lives
I know that I know that I know that I know that I know my redeemer lives
Because He lives I can face tomorrow
I Know I know
He lives he lives yeah i spoke with him this morning
he lives he lives, the tomb is empty,
he lives I gotta tell everybody

(c) Nicole C. Mullen (Hier kannst du den Song hören und sehen)


Predigt als Pflicht?!

Dezember 6, 2007

Christian Möller schreibt in seiner Einführung in die Praktische Theologie:

«Beide Erlebnisse [jüdischer und orthodoxer Gottesdienst, t.o.] brachten mich zur Frage, ob es (sic!) für uns Protestanten vielleicht deshalb die Spiritualität der Predigt so wenig erfahrbar wird, weil sie das ganz normale Pfichtpensum für uns geworden ist, das wir auf jeden Fall erwarten und oft genug wie ein notwendiges Übel erleiden.»

DAS Zentrale Erlebnis unseres Gottesdienstes ist die Predigt. Oft habe ich das Gefühl, der Rest ist nur so ein notwendiger Rahmen (Begrüssung, Lobpreis, etc.), der zu der Predigt hinführen soll. Möller beschreibt in seinem Buch zwei Erlebnisse, in einem jüdischen und einem orthodoxen Gottesdienst, bei denen er erlebt hat, wie sich die Menschen auf die Predigt freuten, da es für sie mehr eine Ausnahme und nicht wöchentlicher Pflichtkonsum war.

Muss jede Woche eine Predigt sein? Wäre es nicht besser, andere Formen des Gottesdienstes (Lobpreis, Gebet, Abendmahl, …) auch mal mehr in den Mittelpunkt zu stellen?

Ich glaube, dass die Verkündigung des Wort Gottes eine grosse Kraft hat und dass sie enorm wichtig ist. Deshalb ist Predigt enorm wichtig. Aber ein Gottesdienst soll nicht nur aus Predigt bestehen. Dazu kommt, dass wir Menschen gar nicht in der Lage sind, jeden Sonntag so viele (frontal Vermittelte) Lehre aufzunehmen.

Ich bin auf der Suche nach ergänzenden Wegen, wie Gottes Wort vermittelt werden kann. Auf eine Art vermittelt, bei der nicht (nur) frontal gepredigt wird, sondern eine Art wo lehren und lernen eine Einheit bilden. Nicht ein Pastor der lehrt und die Gemeinde lernt, sondern ein miteinander lernen (und lehren).


Lieblingsbeschäftigung am PC

Dezember 5, 2007

Meine beiden aktuellen Lieblingsbeschäftigungen am PC sind:

  • Wo ist w  spielen (http://www.wo-ist-w.de/). Dies ist ein Agentenratespiel zu Weihnachten. Es geht darum, den Agenten W im weltweiten Netz mit Hilfe von Google, Wikipedia, etc. zu suchen. Mir macht dieses Rätsel Spass!
  • Skichallenge! Schon das dritte Jahr gehört dieses Spiel zum Winter. Hier kannst du deine Fähigkeiten beim Skifahren testen. Ich bin nicht so schnell, dafür heisse ich thomasfast beim Rennen. Hier zu finden www.sf.tv

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