Ich lese momentan das Buch: “Auf dein Wort.” von Rudolf Dellsperger u.a. Das Buch behandelt die Geschichte und die Theologie der Evangelischen Gesellschaft des Kantons Bern im 19. Jahrhundert. Diese Sätze sind mir beim Lesen ins Auge gesprungen:
“Die Überlegenheit der freiwilligen Armenpflege über die öffentliche besteht darin, ‘dass das Wesen einer gedeihlichen Armenpflege nicht im Geben, sondern im Thun, nicht im Geld und Brod spenden sondern im Sichselbstgeben, nicht in Gesetzen und Vereinsstatuten, sondern in der Liebe besteht. Wollt Ihr Euch, Euch selbst nicht drangeben, Euch nicht in Liebe Eins machen mit euren Armen, so lasst nur das Armenvereinlein sein[.]“
Unser Armenvereinlein nennen wir heute vielleicht Diakonie oder sozialdiakonische Arbeit. Bin ich aber bereit, mich selbst dran zu geben? Gerade im eigenen Umfeld ist mir aufgefallen, dass wir unter Diakonie verstehen, Geld zu geben und nicht uns selbst zu verschenken.
Bin ich bereit, mich selbst zu verschenken?

