Was wir von unseren Vätern lernen können: Diakonie

November 21, 2007

Ich lese momentan das Buch: „Auf dein Wort.“ von Rudolf Dellsperger u.a. Das Buch behandelt die Geschichte und die Theologie der Evangelischen Gesellschaft des Kantons Bern im 19. Jahrhundert. Diese Sätze sind mir beim Lesen ins Auge gesprungen:

„Die Überlegenheit der freiwilligen Armenpflege über die öffentliche besteht darin, ‘dass das Wesen einer gedeihlichen Armenpflege nicht im Geben, sondern im Thun, nicht im Geld und Brod spenden sondern im Sichselbstgeben, nicht in Gesetzen und Vereinsstatuten, sondern in der Liebe besteht. Wollt Ihr Euch, Euch selbst nicht drangeben, Euch nicht in Liebe Eins machen mit euren Armen, so lasst nur das Armenvereinlein sein[.]„

Unser Armenvereinlein nennen wir heute vielleicht Diakonie oder sozialdiakonische Arbeit. Bin ich aber bereit, mich selbst dran zu geben? Gerade im eigenen Umfeld ist mir aufgefallen, dass wir unter Diakonie verstehen, Geld zu geben und nicht uns selbst zu verschenken.

Bin ich bereit, mich selbst zu verschenken?


Jesus ist die Tür

November 2, 2007

In meiner Gemeinde haben wir momentan ein Seminar zum Thema „Hörendes Gebet“ mit Mut zur Gemeinde. Am ersten Tag bekamen wir den Auftrag, uns in der nächsten Zeit Gedanken über einen Namen von Gott (oder Jesus) zu machen.
Auf der Liste der Namen stach mir gerade „Jesus die Tür“ ins Auge.  Was bedeutet es für mich, dass Jesus meine Tür ist? In Joh 10, 9 nennt sich Jesus die Tür:  Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.

  1. Jesus ist die Tür die Rettung bringt. Jesus als meine Tür heisst, dass ich durch das, was er für micht getan hat gerettet bin.
  2. Eine Tür gibt Sicherheit. Wenn Jesus unsere Tür ist sind wir in Sicherheit. Vertraue ich Jesus als dem Türwächter? Bin ich bei ihm in Sicherheit?
  3. Eine Tür kann auch negativ sein, z. B. eine Gefängnistür. Aber wenn wir bei Jesus durch die Türe gehen, sind wir nirgends eingesperrt. Jesus will mich nicht im Stall einsperren. Jesus will, dass wir ein- und ausgehen und nicht einfach im Stall bleiben. Wir sollen Weide finden. Aber die Tür ist für uns immer offen und gemäss Offb 3, 8 kann diese Tür von niemandem verschlossen werden.
  4. Ich bin nicht im Stall eingeschlossen. Ich darf auch auf die weite Weide gehen. Nur mache ich das? Oder bin ich so fest an die Sicherheit und den lieblichen Geruch unseres christlichen Stalles gewohnt? Habe ich Angst vor  den Gefahren, die auf der Weide (Welt) lauern? Hier darf ich darauf vertrauen, dass der gute Hirte mich auf der Weide beschützt und dass der Stall für mich immer offen ist!
  5. Eine Türe öffnen heisst den Weg bereiten. Jesus will mir den Weg bereiten, den ich gehe. Er wird mir Türen öffnen und andere vielleicht auch schliessen. Auch Paulus berichtet an verschiedenen Stellen, dass er für offene Türen für seine Arbeit betete. Ich will mich darauf verlassen, dass mir Gott die richtigen Türen öffnet und mich führt. Gerade momentan bin ich darauf angewiesen, dass Gott mir die richtige Tür zeigt.

An heute Morgen hat mich die folgende Bibelstelle erinnert: Die Tür dreht sich in der Angel und der Faule in seinem Bett. (Spr 26, 14)